Zu sich selbst finden und zueinander finden. – von Daniela Gudlin

Ich habe einmal gelesen, die Liebe ist wie ein Vollbad. Das Einlassen ist das Wichtigste dabei und wenn man es dann schön warmhält, kann man es gut aushalten. Dann habe ich mich gefragt, wie soll das gehen??? Einlassen, warmhalten, aushalten, wie einfach sich das anhört, ich schwitze schon, wenn ich daran denke!
Es geht auch schon los, es herrscht Chaos, Stimmen, alle rufen durcheinander. Das ist dann der Moment, indem du nicht mehr weißt, welcher Stimme du gehorchen sollst. Kennst du das: Stillhalten? Aushalten? Weglaufen? Etwas muss sich ändern, aber wie? Abwarten, lieber doch nix machen. Verharren. Andere beschuldigen. Unzufrieden sein.
Ein kluger Mensch, Albert Einstein, meldet sich zu Wort und flüstert mir: „Pfff, die reinste Form des Wahnsinns ist es doch, meine Liebe, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert!“ Albert, gewinnt diesen Kampf, im April 2016.

Zwischenzeitlich habe ich den ersten Schritt in eine Veränderung gewagt: Ich befinde mich mit meinen Studienkollegen in Modul 3 und sehe mir einen Vortrag an: Sie – Brené Brown, beeindruckt mich nachhaltig. Brené, forscht zu den Themen des menschlichen Verhaltens, wie Scham, Empathie und Verletzlichkeit. Magisch, dabei wirkt sie so echt, so wahrhaftig und ich glaube ihr jedes Wort. Hühnersuppe, für die Seele. Die Forscherin, muss es wissen.
Und da ist er wieder, der Schmerz, die Sehnsucht, nach der Vervollständigung. Ich kämpfe, denke an das Vollbad, an die Liebe, an die wahre Liebe, zum wohl allerwichtigsten Mensch in meinem Leben: An die Liebe zu mir selbst.

An alle „meine“ Lieblings-Menschen, an die Singles, an die Frauen und an die Mütter mit den vielen Fragezeichen in den Gesichtern:
In der Liebe, sind wir manchmal wie Kinder, in Erwachsenenkörpern, die nach Zuwendung dürsten. In der Liebe suchen wir höchste Erfüllung, finden aber häufig Verletzung und Enttäuschung. Und irgendwann stellen wir fest, dass wir innerlich immer unzufriedener werden. Spätestens dann sollten wir uns mutig diesen Gefühlen stellen, unseren persönlichen Mustern stellen. Innehalten, die Handbremse ziehen und uns die Zeit nehmen, uns selbst zu finden. Denn – nur diese Aufmerksamkeit, die Geduld und die wahre Liebe zu uns selbst, macht glücklich und frei. Warum? Ich kam schnell zu dem Schluss, dass mich niemand anders glücklich machen kann. Heute kann ich sagen, dieser Wandel, die Liebe zu uns selbst, befreit, erhellt und setzt den Enttäuschungen ein Ende. Alte Wunden brechen vielleicht wieder auf, um zu erkennen aber dann, irgendwann, sich wieder heilend zu schließen, damit wir über uns hinauswachsen können.

Diese Erkenntnis umfasst einen Teil meiner persönlichen Erfahrung, während der Ausbildung zum Coach. Das Thema Selbstwert, Verletzlichkeit und Selbstfindung, hat viel damit zu tun, warum wir uns so schwertun, zueinander zu finden. Es hat viel mit „alten Schuhen“ zu tun, worin wir laufen gelernt haben, mit unserem Sprechen, Denken und Handeln. Ich bedanke mich dafür, bei all meinen Begleitern, Coaches in Training, Coachees, Dozenten, die mich von Modul 1 – Modul 4, mit wertvollem Input zum Thema in meiner Entwicklung unterstützt haben.

Sich selbst lieben lernen, Selbstwertschätzung und immer wieder kehrende, ähnliche Bezug nehmende Abläufe, die Konkurrenz der Unstimmigkeiten, der Stimmen in Dir selbst, sind vielleicht auch dein Thema?

Vielleicht findest du hier im Coaching, oder sogar mit der Ausbildung, die Tür zu deiner Freiheit. Wer etwas wagt, sich aufgeschlossen zeigt, Fragen stellt und aufmerksam zuhört, erhält unendlich wertvolle Antworten und manchmal den einen oder anderen Masterschlüssel für sich selbst.

Daniela Gudlin November 2016 – Teilnehmerin der Ausbildung L&B Coach 02/2016