Was ist der Unterschied von Ich-/ Du-Botschaften?

Warum ist in jeder Gesprächsführung das Wissen um Ich – und Du-Botschaften so relevant?

(Relevanz hoch für Coaches in Coach-Ausbildungen, egal ob Life Coach Ausbildung oder Business Coach Fortbildung, und auch Führungskräfte ist es fast zwingend nötig elegant mit Ich-Botschaften umzugehen. Was nicht immer leicht ist.)

In der zwischenmenschlichen Kommunikation werden zwei Formen unterschieden, um seinem Gesprächspartner Gefühle (Freude, Wut, Ärger. etc.) zu vermitteln: Ich- und Du-Botschaften. Mit einer Du-Botschaft wird der Empfänger einer Nachricht direkt angesprochen und es wird ihm mitgeteilt, welches Verhalten der Nachrichtensender als gut oder nicht gut empfunden hat. Bsp.: „Nie kannst du pünktlich sein.“

In der Regel sind Du-Botschaften meist Vorwürfe oder Kritik, bzw. Unmut wird geäußert. Eine weitere Form der Du-Botschaften ist die sogenannte verdeckte Du-Botschaft. Diese wird häufig mit den Schlüsselwörtern „Wir“ oder „Man“ verknüpft. Oder auch als Ich-botschaft angedacht, aber letztlich doch als Du-Botschaft rübergebracht. Bsp.: „Wir sollten uns mehr Mühe geben pünktlich zu beginnen.“ „Ich kann mich nicht konzentrieren, weil Du immer unpünktlich zum Meeting kommst.“ In Wirklichkeit soll diese Aussage nämlich eine direkte Aufforderung zum Ausdruck bringen, dass sich das Gegenüber bemühen soll pünktlicher zu erscheinen. Bei Ich-Botschaften hingegen, geht es um die Mitteilung einer Botschaft / eines Gefühls, ohne das Gegenüber dabei persönlich anzugreifen oder zu verletzen. Es wird lediglich das subjektive Empfinden des Nachrichtensenders dargestellt und lässt dem Empfänger die Möglichkeit diese Botschaft anzunehmen oder abzulehnen.

Die Ich-Botschaften setzen sich aus drei Komponenten zusammen:
1. nicht urteilende Beschreibung der Verhaltensweise des Gegenübers
2. Beschreibung der konkreten Konsequenzen und Auswirkung des Verhaltens
3. Beschreibung der Gefühlslage.
Folglich kann für das oben genannte Beispiel folgende Ich-Botschaft formuliert werden:
„In der letzten Zeit bist Du häufig zu spät zu unseren Meetings gekommen. (Beschreibung, Schilderung der Sachlage, es ist keine Du-Botschaft, nur weil das Wort Du enthalten ist). Mich bringt das aus dem Konzept und ich kann mich nicht gut konzentrieren, bzw. komme durcheinander, was mich dann verunsichert und letztlich dazu führt das ich mich ärgere. (Beschreibung der Konsequenz/ Auswirkung und Gefühlslage)

Welche Wirkungen haben Ich-/ Du-Botschaften?
Im Regelfall führen Du-Botschaften zu negativen Reaktionen des Gegenübers, da er/ sie sich persönlich angegriffen fühlt und in eine Abwehrhaltung übergeht. Die Formulierungen des Senders der Du-Botschaft enthalten indirekte Schuldzuweisungen, die den Empfänger verletzen und negative Reaktionen hervorrufen können. Dazu zählen z. B. Gesprächsabbrüche, emotionale Rückzüge und Schweigen. Zusätzlich können Du-Botschaften den Eindruck erwecken, sein Gegenüber zu missachten und abzulehnen. Dadurch fühlt sich die Person bestraft und herabgesetzt. Folglich wird die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Sender und Empfänger beeinträchtigt. Die eigentlichen Gefühle, die der Sender dem Empfänger mitteilen möchte, gehen verloren und der Konflikt/ die Situation werden zunehmend verschärft. Im Hinblick auf eine gewaltfreie und harmonische Kommunikation ist es daher ratsam seine Gefühle, in Kritik- und Konfliktsituationen, mit Hilfe von sogenannten Ich-Botschaften auszudrücken. Diese schaffen Nähe, fördern den Dialog und verletzen die Beziehung nicht, da der Nachrichtensender die Botschaft als sein eigenes Problem und nicht als Schuldzuweisung formuliert.

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